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Nachberichte zum TDWI Roundtable Berlin

32. TDWI Roundtable -online-

Im Berliner Roundtable wurde am 14. Januar das Thema Data Literacy diskutiert und mit fünf Expertenvorträgen eingehend beleuchtet. Im Gespräch ergaben sich einige interessante Ansätze zum Umgang mit diesem wichtigen Thema.

Laut Andreas Wiener von reportingimpulse sollen Unternehmen zuerst Klarheit darüber schaffen, welche Daten über-haupt gebraucht werden um Entscheidungen zu treffen. Darüber hinaus sollte jede Fachabteilung mindestens ein BI-Tool beherrschen. Zweitranging ist dabei, um welches Tool es sich handelt. Um die Erkenntnisse dann auch nutzbar zu machen, sind vor allem Visualiserungs- und Storytelling-Skills notwending.

Eva Murray von Exasol fordert dazu grundlegende Statistikkentnisse und löst das Problem der Data Literacy durch die Einrichtung von sog. Analytics Communities.

Für Philipp Baron Freytag von Loringhoven ist eines der Hauptprobleme mangelnder Fokus innerhalb der Organisation und dessen Lösung die Verteilung spezifischer Kompetenzen auf einzelne Teammitglieder.

Patrick Pähler von TCI Consult dagegen schlägt einen Referenzrahmen für Data Literacy vor, analog dem der für Fremdsprachenkenntnisse verwendet wird. So soll Klarheit geschaffen werden, welcher Grad an Expertenwissen für eine bestimmte Funktion im Unternehmen notwendig ist.

In seinem praxisnahen Vortrag zeigt Dr. Sebastian Wernicke von ONE LOGIC zehn Dinge die man über Daten wissen sollte und geht dabei auf klassische Fallstricke in der Datenanalyse ein, wie z.B. Kausalität vs. Korrelation oder der sog. Survivorship-Bias.

In der anschließenden Diskussion wurde Datenkompetenz mehrfach mit dem Erwerb des Führerscheins verglichen – so gibt es auch hier grundlegendes Wissen, welches allgemeingültig auf alle Fahrzeuge bzw. Daten-Tools übertragen werden kann. Darüber hinaus muss nicht jeder im Unternehmen in der Lage sein, den sinnbildlichen Ferrari unter den Datentools zu beherrschen. 

Text:
Marco Szeidenleder, Pandata GmbH

 

Weitere Roundtable-Berichte:

26. TDWI Roundtable Berlin - Nachbericht
Andreas Wiener